Wenn du ein Passwort, ein geheimes Zeichenkombination, die den Zugang zu einem Konto oder System schützt. Auch bekannt als Login-Daten, ist es dein digitaler Schlüssel zu allem – vom Bankkonto bis zur Familien-Foto-Cloud. Jedes Mal, wenn du es mit jemandem teilst, riskierst du, dass dieser Schlüssel kopiert, gestohlen oder missbraucht wird. Das ist kein Theorie-Gespräch. Im Jahr 2024 wurde bei MoveHub ein Datenleck bekannt, bei dem über 120 Millionen Passwörter in Klartext geleakt wurden – also ohne Verschlüsselung, direkt lesbar. Wer da sein Passwort geteilt hatte, war sofort gefährdet.
Passwörter teilen ist oft eine Frage der Bequemlichkeit: Der Partner braucht Zugang zum Streaming-Account, dein Kind will das Familienfoto-Album sehen, dein Kollege braucht den Zugang zum Projekt-Ordner. Aber es gibt bessere Wege. Statt das Passwort per WhatsApp zu schicken, nutze einen Passwort-Manager, eine sichere App, die Passwörter speichert, generiert und dir erlaubt, Zugriff ohne Preisgabe des eigentlichen Kennworts zu gewähren. Auch bekannt als Kryptoverwaltung, ist er dein digitaler Schließfach-Verwalter. Mit Tools wie Bitwarden, 1Password oder dem integrierten Manager von Firefox kannst du jemandem temporären Zugang gewähren – ohne ihm das Passwort zu sagen. Du kannst sogar festlegen, dass der Zugang nach 24 Stunden abläuft oder nur für eine Datei gilt. Das ist nicht kompliziert. Es ist einfach klüger.
Und was ist mit dem alten Trick: „Ich schick dir das Passwort per SMS, wenn du es brauchst“? Das funktioniert – bis jemand dein Handy klaut oder deine Telefonnummer übernimmt. Oder du vergisst, die Nachricht zu löschen. Ein Datenleck, ein unerlaubter Zugriff auf vertrauliche Daten, oft durch unsichere Passwörter oder unsichere Übertragung. Auch bekannt als Sicherheitsverletzung, ist es kein seltenes Ereignis – es ist Alltag. Die 10 schlechtesten Passwörter der Welt – wie „123456“ oder „password“ – sind nicht nur dumm, sie sind eine Einladung für Hacker. Wenn du dein Passwort teilst und es gleichzeitig schwach ist, gibst du nicht nur Zugang, du öffnest die Tür komplett.
Du musst nicht auf Teilen verzichten. Du musst nur anders vorgehen. Nutze geteilte Zugriffslinks, aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Konten, die du teilst, und lösche alte Zugänge, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Posts hier zeigen dir, wie du mit Passwörtern umgehst – von den gefährlichsten Beispielen bis zu cleveren Lösungen, die dich nicht zum Opfer machen. Du findest hier, warum du niemals ein Passwort per E-Mail schicken solltest, wie du dein eigenes Passwort-System aufbaust und was du tun kannst, wenn du schon einmal zu viel preisgegeben hast. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, sicher zu sein – ohne Stress.
Sich ohne Erlaubnis in ein Konto einzuloggen ist in Deutschland strafbar - egal ob Partner, Kind oder Freund. Erfahre, warum das Computerstrafrecht das verbietet und was du stattdessen tun kannst.